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Schnittstellen von SAP PO nach SAP CPI migrieren

Parth Dhingra · 16. Mai 2024

Dieser Beitrag wurde aus dem englischen Original übersetzt.

Schnittstellen von SAP PO nach SAP CPI migrieren

Die Migration von Schnittstellen von SAP PO nach SAP CPI erfordert sorgfältige Planung und Durchführung, damit der Übergang reibungslos gelingt. Wichtig ist, die Systemlandschaft zu verstehen und Aufwände und Ressourcen genau abzuschätzen.

Tauchen wir mit diesem Blogbeitrag tief in die beteiligten Systeme und in die Schritt-für-Schritt-Anleitung für eine störungsfreie Migration ein.

Was ist die SAP Integration Suite?

Die SAP Integration Suite ist eine Multi-Cloud-SaaS-Lösung von SAP, die Integrationen sowohl für SAP- als auch für Drittanbieter-Szenarien vereinfacht und beschleunigt. Sie bietet verschiedene Fähigkeiten wie Cloud Integration, API Management, Open Connectors und Integration Advisor, um ein integriertes und intelligentes Unternehmen aufzubauen.

Was ist SAP Cloud Platform Integration?

SAP Cloud Platform Integration (CPI) ist eine Integration-Platform-as-a-Service-Software (IPaaS), die von SAP bereitgestellt und gepflegt wird. Vereinfacht gesagt ist SAP CPI eine cloudbasierte Middleware auf Basis des Apache-Camel-Frameworks, die für die Verarbeitung und Transformation von Daten genutzt wird. Sie bietet fortgeschrittene Funktionen wie eine cloud-native Architektur, eine breite Palette an Adaptern sowie komplexe Mapping- und Transformationsfähigkeiten. Diese Eigenschaften machen sie geeignet, verschiedenste Anwendungen zu verbinden, ob in der Cloud oder On-Premise, und sie für einen reibungslosen Betrieb nahtlos zu integrieren.

Worin unterscheidet sich SAP CPI von SAP PO?

SAP PO ist eine On-Premise-Integrationsplattform, bei der Sie Ihre Infrastruktur selbst verwalten und betreiben müssen. Für manche Organisationen bedeutet das erhebliche Kosten und Aufwände. Funktional hat SAP PO feste Pipeline-Schritte für die Verarbeitung und Transformation von Daten: In der Nachrichtenverarbeitung von SAP PO ist der erste Pipeline-Schritt etwa die Receiver Determination, dann die Interface Determination und anschließend das Mapping. CPI dagegen bietet mehr Flexibilität und Transparenz in den Integrationsschritten und erlaubt es, eine große Vielfalt an Integrationsmustern zu gestalten.

Message processing in SAP CPI

Warum zu SAP Cloud Integration migrieren?

In der heutigen, sich rasch wandelnden Technologielandschaft ist der Übergang zu einer cloudbasierten Infrastruktur unverzichtbar, um wettbewerbsfähig zu bleiben und Ihr Geschäft zukunftssicher zu machen. Mit der zunehmenden Verbreitung moderner Systeme muss Ihr Middleware-System die Flexibilität mitbringen, sich nahtlos zu integrieren. Genau das bietet SAP Cloud Integration: Flexibilität und Fähigkeiten wie API Management, die Unternehmen in die Lage versetzen, den Anforderungen sich wandelnder Anwendungsfälle gerecht zu werden.

SAP CPI bietet außerdem flexible Preismodelle wie das Cloud Platform Enterprise Agreement (CPEA) und Pay as You Go (PAYG), je nach den geschäftlichen Anforderungen der Kunden. Anders als bei SAP PO können Sie mit SAP CI schnell und mit minimalen Anfangskosten sowie ohne langfristige finanzielle Bindung starten.

Da der Support für SAP-PO-Systeme planmäßig 2030 endet, gibt es zudem keinen besseren Zeitpunkt als jetzt, um Ihre Migrationsreise zu beginnen und Ihre Middleware auf eine cloudbasierte Infrastruktur umzustellen. Dieser strategische Schritt sichert nicht nur Kontinuität und Compliance, sondern stellt Ihre Organisation auch für künftigen Erfolg im digitalen Zeitalter auf.

Migrationsstrategie, um Ihre Schnittstellen nahtlos von SAP PO nach SAP CPI zu überführen.

Die Überführung Ihrer Schnittstellen in die Cloud kann eine komplexe Reise sein, doch mit sorgfältiger Planung lässt sich der Prozess straffen und wertvolle Entwicklungs- und Testressourcen sparen. SAP bietet in der SAP Integration Suite zudem eine Migration-Tooling-Funktion, die Ihnen hilft, Integrationsartefakte von SAP Process Orchestration in die SAP Integration Suite zu migrieren.

Hier eine detaillierte Aufschlüsselung der Schritte, die bei der Migration Ihrer Schnittstellen von SAP PO nach SAP CPI anfallen:

  1. Evaluate: Bevor Sie die Migrationsreise antreten, ist es entscheidend, die Integrationsszenarien im SAP-PO-System zu bewerten, die aktuelle und die künftige Systemlandschaft zu analysieren und eine High-Level-Architektur der verbundenen Systeme zu erstellen. Ein Drittanbieter-Tool wie das Figaf Assessment Tool kann bei der Erstellung eines Integration Assessment unterstützen. SAP stellt innerhalb seines Migration Tooling ebenfalls eine Migration-Assessment-Funktion bereit, die in PO-Versionen ab 7.31 SP28 unterstützt wird und den Migrationsprozess beschleunigt. Die Migration-Assessment-Funktion bewertet jedes Integrationsobjekt (ICO) im PO-System und weist ihm einen Migrationsstatus zu. Diese Migrationsstatus helfen dabei, die Migrationsreife jedes Szenarios einzuordnen:
    • Ready to migrate: Diese Szenarien entsprechen den in SAP CPI angebotenen Szenarien.
    • Adjustment required: Diese Szenarien entsprechen den in SAP CPI angebotenen Szenarien nur teilweise. Weitere Anpassungen am durchgängigen Integrationsprozess auf Basis von Best Practices sind erforderlich.
    • Evaluation required: Bei diesen Integrationsszenarien erfordern einige Punkte eine weitergehende Bewertung, bevor das Szenario nach SAP CPI überführt werden kann.

Hinweis: Derzeit unterstützt das SAP Migration Tooling SAP-PO-Systeme ab Version 7.31 SP28. Es ist jedoch geplant, die Unterstützung auch auf ältere Versionen von PO-Systemen auszuweiten.

  1. Estimate: Nach einer umfassenden Bewertung der bestehenden Architektur besteht der nächste Schritt darin, die aktuelle Architektur auf die Architektur von SAP CPI zu schätzen und abzubilden. Dazu werden Schnittstellen nach Komplexität gruppiert, um die erforderlichen Entwicklungs- und Testaufwände abzuschätzen, was letztlich einen realistischen Zeitplan für das Migrationsprojekt ermöglicht.
  2. Plan: Es ist entscheidend, Migrationsstrategien zu planen, um einen beschleunigten und nahtlosen Migrationsprozess zu erreichen. Abhängig vom Ergebnis der Bewertung im vorherigen Schritt lassen sich die folgenden Migrationsstrategien einsetzen:
    • Automatic Migration: Import des Integrationsprozesses aus dem SAP-PO-System mithilfe des Migration Tooling.
    • Semi-automatic Migration: Import von Integrations-Content (Mappings, Artefakte) aus SAP PO.
    • Redesign Scenarios: Neugestaltung des Integration Flow in SAP CPI gemäß den fachlichen Anforderungen unter Nutzung von SAP-Standard-APIs und -Content.
    • Side-by-side migration: Migration der Integrationsprozesse und Parallelbetrieb zu SAP PO.
  3. Execute: Sobald die Planungsphase abgeschlossen ist und ein klares Verständnis von Migrationsstrategien, Testmethoden und Systemlandschaft besteht, beginnt die Ausführungsphase der Schnittstellenmigration. Dazu gehören die Konfiguration und Bereitstellung der SAP Integration Suite, der Import von Artefakten wie Zertifikaten und Benutzeranmeldedaten, das Testen der Konnektivität zu den verbundenen Anwendungen sowie die Migration des Integrations-Content.
  4. Test: Das Testen der migrierten Schnittstellen ist entscheidend, um sicherzustellen, dass die Schnittstellen korrekt funktionieren. Tools von SAP-Partnern wie Int4 und Figaf stehen im SAP Store ebenfalls zur Verfügung, um das Testen zu automatisieren und die Migration zu beschleunigen.
  5. Cut-over und Go-Live: Der Cut-over-Plan beschreibt die Abfolge der Aktivitäten bis zum Go-Live. Dazu gehören die Einführung von Backup- und Recovery-Verfahren zum Schutz Ihrer Integrationsartefakte und Konfigurationseinstellungen, das Transportieren und Deployen der Schnittstellen in der Produktivumgebung, Pläne für die Stilllegung von SAP PO sowie das Monitoring des Integrationsprozesses.

SAP Edge Integration Cell

Die Edge Integration Cell ist eine optionale hybride Laufzeitumgebung, die als Teil der SAP Integration Suite angeboten wird. Sie ermöglicht es Ihnen, Ihren Integrations-Content in der Cloud zu gestalten und zu überwachen und ihn in einer privaten Landschaft zu deployen und auszuführen.

Die Edge Integration Cell hilft dabei, die moderne Cloud mit einer hybriden Architektur zu erschließen, und hebt die Transformationsreise weg von SAP PO auf ein neues Niveau. Sie gibt der Organisation zudem die Möglichkeit, sensible Daten innerhalb der Unternehmens-Firewall zu behalten.

Fazit

Zusammenfassend bietet die Migration von Integrationsprozessen von SAP PO nach SAP CPI Organisationen, die ihre Integrationsinfrastruktur modernisieren wollen, sowohl Chancen als auch Herausforderungen. Indem sorgfältig bewertet wird, was migriert werden soll, und Tools genutzt werden, um den Prozess zu straffen, können Organisationen das volle Potenzial der SAP Integration Suite ausschöpfen und Innovation, Effizienz und Agilität in ihrer Integrationslandschaft vorantreiben.

Wenn Sie diesen Weg für Ihre Organisation einschlagen, unterstützen Sie unsere Expertinnen und Experten bei INTEGRTR gerne.

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