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Einen Custom Node in SPRO anlegen – weil ABAPer die eigentlichen MVPs sind

Prane Kumar · 21. Februar 2025

Dieser Beitrag wurde aus dem englischen Original übersetzt.

Seien wir ehrlich: Ob Sie sie nun lieben oder ihren Code für ein Rätsel halten, ABAP-Entwickler sind das Rückgrat der SAP-Welt. Sie automatisieren Prozesse, integrieren KI und optimieren Workflows, aber wenn ein Fachanwender eine kundeneigene Erweiterung braucht, wen ruft er dann? Die ABAPer.

Stellen Sie sich vor: Ein Functional Consultant muss eine kundeneigene Einstellung für einen Genehmigungsworkflow in SAP anpassen. Er öffnet SPRO und erwartet, sie unter den Konfigurationsoptionen zu finden, aber sie ist nirgends zu sehen. 😩

🔍 “Habe ich den T-Code irgendwo gespeichert?”

📂 “War diese Einstellung in einer Tabelle? Einem User Exit? Einem BADI?”

🤯 “Ich schwöre, letztes Mal war sie noch hier!”

Währenddessen lehnt sich ein ABAPer völlig unbeeindruckt zurück und sagt:

💡 “Warum fügen wir sie nicht einfach als Custom Node in SPRO hinzu?”

🎤 Mic Drop.

Genau das machen wir heute: einen Custom Node in SPRO anlegen, um Fachexperten, Anwendern und allen, die keine Lust mehr haben, Objektnamen zu suchen, das Leben leichter zu machen. Los geht’s! 🚀

Was ist SPRO, und warum sollte man es anpassen?

  • SPRO (SAP Project Reference Object) ist das Herzstück der SAP-Konfiguration. Hier legen Functional Consultants fest, wie sich das System entsprechend den fachlichen Anforderungen verhält.

Warum einen Custom Node hinzufügen?

SAP liefert viele Standardeinstellungen mit, aber jedes Unternehmen hat eigene Anforderungen. Ein kundeneigener SPRO-Node erlaubt es Anwendern:

  • ✅Kundeneigene Konfigurationen strukturiert zu erreichen.
  • ✅Sich keine T-Codes oder Tabellennamen merken zu müssen.
  • ✅Einstellungen ohne ABAP-Eingriff zu pflegen.
  • ✅Unternehmensstrukturen zu definieren (z. B. Werke, Lagerorte)

Überblick: Schritte zum Anlegen eines kundeneigenen SPRO-Node

Bevor wir ins Detail gehen, schauen wir uns die wichtigsten Schritte an, mit denen wir einen kundeneigenen Konfigurationsknoten in SPRO integrieren:

1️⃣ Kundeneigene Tabelle anlegen – Die Tabelle definieren, in der die Konfigurationseinstellungen gespeichert werden.

2️⃣ Table Maintenance generieren – Functional Consultants die Datenpflege ermöglichen.

3️⃣ Testdaten pflegen – Beispielwerte erfassen, um die Tabelle zu prüfen.

4️⃣ Custom Node in SPRO anlegen – Einen neuen Knoten im SAP Customizing Implementation Guide erstellen.

5️⃣ Sub Nodes anlegen und mit dem Objekt (Tabelle) verknüpfen – Die Customizing-Tabelle über SPRO erreichbar machen.

💡Sie müssen nicht zwingend eine Customizing-Tabelle anlegen. Je nach Anforderung lassen sich auch andere Objekte wie Views oder Funktionsbausteine in SPRO einbinden. Eine Customizing-Tabelle ist lediglich eine übliche Wahl zum Speichern von Konfigurationsdaten

Setzen wir es um! 🚀

💡Hinweis: Beim Anlegen der Tabelle und des SPRO-Node erschien eine Abfrage, die Änderungen in einem Transportauftrag (TR) zu sichern. Zu diesem Zeitpunkt werden die Änderungen lokal gespeichert. Sollen sie in andere Systeme (Quality, Production) transportiert werden, empfiehlt es sich, sie in einem Transportauftrag (TR) zu sichern, was den Transport der Tabelle und ihrer Konfiguration über die Systeme hinweg ermöglicht.

Schritt 1: Kundeneigene Tabelle anlegen

  • Öffnen Sie SE11 und legen Sie eine Tabelle an: ZMY_SPRO
  • Setzen Sie die Auslieferungsklasse auf ’C’ (Customizing-Tabelle).

🔹 Warum eine Customizing-Tabelle? Customizing-Tabellen speichern Konfigurationseinstellungen, deren Daten von den Kunden gepflegt werden. Sie sollen systemweite oder mandantenweite Einstellungen enthalten, die im Entwicklungssystem gesetzt und anschließend über einen Customizing-Transport ins Produktivsystem transportiert werden.

  • Definieren Sie die notwendigen Felder und technischen Einstellungen.

Schritt 2: Table Maintenance generieren

  • Gehen Sie zu Hilfsmittel → Tabellenpflegegenerator.
  • Generieren Sie einen Pflege-View, damit die Tabelle über SM30 aktualisiert werden kann.

Schritt 3: Testdaten pflegen

  • Öffnen Sie SM30 und geben Sie den Tabellennamen ZMY_SPRO ein.
  • Legen Sie einige Testeinträge an, um sicherzugehen, dass alles funktioniert.

An dieser Stelle haben wir nur den Boden bereitet. Die Magie kommt als Nächstes. 🎩✨

Schritt 4: Custom Node in SPRO anlegen

  • Gehen Sie zu SPRO → SAP Reference IMG → SAP Customizing Implementation Guide.

Darunter legen wir einen neuen Knoten an

  • Öffnen Sie S_IMG_EXTENSION(T-Code).
  • Drücken Sie F4-Hilfe, suchen Sie die passende Struktur (in unserem Fall SAP Customizing Implementation Guide) und wählen Sie die Enhancement ID.
  • Existiert noch keine Enhancement ID, legen Sie eine an und klicken auf Enhance Structure.

Fertig! Ihr Custom Node ist jetzt in SPRO. 🎯

Schritt 5: Den Node mit Ihrer Tabelle verknüpfen

📝 An dieser Stelle wird ein Custom Node unter dem SAP Customizing Implementation Guide hinzugefügt bzw. erweitert, wir müssen ihn nun mit unserer Customizing-Tabelle verknüpfen.

  • Wählen Sie den neu angelegten Knoten und klicken Sie auf Activity(Insert activity as sub node).

Wenn Sie diesen Knoten ohne Sub Node verknüpfen möchten, klicken Sie auf Activity(Insert activity at same level).

Vergeben Sie einen IMG Activity Name und eine passende Dokumentation.

Existiert noch keine Dokumentation, legen Sie eine an. Details für die spätere Nachvollziehbarkeit sind immer gut.

Schritt 6: Die kundeneigene Tabelle dem Node zuordnen

  • Ordnen Sie unter Maint. Objects ZMY_SPRO als Customizing-Objekt zu.
  • Setzen Sie Object Type auf S und Sub object auf SM30.

Object Type auf S zu setzen aktiviert die Tabellenpflege und verknüpft das Customizing-Objekt mit der Transaktion SM30 für die Datenpflege.

Auf Sichern klicken, und wir sind fertig!

An diesem Punkt sind Functional Consultants ungefähr so:

Zeit zum Testen! 🚀

Öffnen Sie SPRO und folgen Sie diesem Pfad:

📂 SAP Customizing Implementation Guide → My Company Emp Info → Test Emp Info

Sie sollten jetzt Ihre kundeneigene Tabelle direkt in SPRO sehen. Kein Erinnern an Transaktionscodes, kein Suchen nach Tabellennamen. Angenehm, oder?

Fazit

Mit dieser kleinen, aber wirkungsvollen Anpassung haben wir die Navigation in SAP einfacher, schneller und benutzerfreundlicher gemacht. Functional Consultants und Fachanwender müssen nicht länger nach T-Codes oder Dokumentation suchen. Alles liegt sauber in SPRO.

Das ist nur eine von unzähligen Möglichkeiten, wie ABAP-Entwickler SAP-Systemen Mehrwert geben. Wenn also das nächste Mal jemand fragt, warum ABAPer unverzichtbar sind, schicken Sie ihm einfach diesen Leitfaden. 😉

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